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Das könnte man zumindest denken, wenn man die fast schon realsatirische NPD-Schlagzeile "Apfel zwitschert" liest.
Dahinter verbirgt sich die Meldung, dass Apfel, Noch-Fraktionsvorsitzender der NPD im Sächsischen Landtag, nun den Mikro-Blogging-Dienst twitter nutzt. Man weiß nicht so recht ob man lachen oder weinen soll, wenn die NPD für die letzten drei Wahlkampfwochen ankündigt: "In dieser Zeit wird der NPD-Spitzenkandidat Holger Apfel nun ein elektronisches Tagebuch mit Kurzkommentaren führen, das über das Netzwerk Twitter einsehbar ist."
Offenbar misstraut die NPD dann doch der eigenen Klientel, was die technologische Aufgeschlossenheit betrifft, und so folgt eine Erklärung was twitter eigentlich ist. Ins Rudern kommen die Kameraden dann doch, denn umgangssprachlich hat sich für das Nutzen von twitter, der Begriff "twittern" durchgesetzt. Geht gar nicht, findet die NPD und spricht deshalb von "zwitschern".
Interessant ist allerdings, welchen Nutzern Apfel bei twitter folgt. Da findet sich das Profil vom jüngst aus der NPD ausgeschlossenen DVU-Pressesprecher und früherem NPD-Landesvorsitzenden von Niedersachsen, Andreas Molau, ebenso wie die von DVU und Matthias Faust, Parteivorsitzender der DVU. Dafür dass NPD und DVU offiziell über Kreuz liegen, ist das schon bemerkenswert. Dass in die Parteienlandschaft der extremen Rechten Bewegung kommen könnte und auch eine Spaltung der NPD nicht ausgeschlossen ist, zeigt auch folgender Auszug aus einer Pressemitteilung der DVU: "Wir werden in den Ländern, in denen wir mit Landeslisten antreten, diesen Wahlkampf dazu nutzen, um uns als rechte und freiheitliche Alternative zu positionieren. Insbesondere in Sachsen und im Saarland, aber auch in Thüringen ist zu den Landtagswahlen eine NPD aufgestellt, die diesen Weg ebenfalls geht. Ein Gegeneinander wäre hier völlig sinnlos." |