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Dresden: Hartmut Krien (NPD) bedient sich selbst |
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Donnerstag, 30. Juli 2009 um 15:20 Uhr |
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Die NPD wirft demokratischen Parteien gerne „Abzocke“ vor. Wie der Bundesvorsitzende der „Kommunalpolitischen Vereinigung“ der NPD sein Fachwissen nutzt, zeigt diese Geschichte: BILD Dresden berichtet heute, dass der Dresdner Stadtrat Hartmut Krien, der auch als Direktkandidat für die NPD zur Landtagswahl antritt, sich zum Fraktionsgeschäftsführer des „Nationalen Bündnisses“ erklärt hat – und zwar rückwirkend bis zum Monat Mai. Dafür kassiere er pro Monat (!) ein Gehalt von 4.300 Euro.
In 13 Tagen konstituiert sich der neue Stadtrat, in dem es keine neue rechtsextreme Fraktion mehr geben wird. Den Fraktionsstatus hatte das „Nationale Bündnis“ (NB) erst Anfang des Jahres auf dem Klageweg erlangt. Die Mindestzahl von 4 Stadträten hatte das NB erst 2006 erreicht, als der Stadtrat der Volkssolidarität Werner Klawun zu ihm übergetreten war. Der Fraktionsstatus wurde der Gruppe zunächst nicht zuerkannt, da zweifelhaft blieb, dass der Übertritt aufgrund gemeinsamer politischer Grundsätze erfolgt war.
Die wenigen Monate, die das NB den Fraktionsstatus innehatte, will Krien sich anscheinend mit Steuergeldern versilbern. Wie BILD Dresden berichtet, gibt es deswegen Zoff in der Dresdner NPD. Holger Szymanski, ebenfalls NPD-Direktkandidat in Dresden, wird zitiert: „Ja es gab Streit um Geld.“ Dass der Wahlkämpfer Szymanski das Geld dem Steuerzahler zurückgegeben hätte, darf bezweifelt werden, aber eines offenbart sich bei dieser Geschichte: Beim Geld hört auch unter „Kameraden“ die Freundschaft auf.
(Quelle: BILD Dresden vom 30.7. 2009) |